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Gitarren-Verstärker

» Blog (Gitarren-Know-How / Empfehlungen)

Röhrenamps vs Modelling, Transistor & Co.:

Wenn du das nötige Kleingeld hast, gibt es keine wirkliche Alternative zu Röhrenamps. Die feinen Nuancen der Gitarrensounds, die Wärme und Direktheit des Tons und bei Bedarf das Flattern der Hosenbeine bieten meiner Meinung nach nur echte Röhren.

Ich habe Transistoramps, Modellingamps und verschiedene digitale Kompaktlösungen gespielt und viel ausprobiert, deshalb würde ich euch gerne die Umwege sparen, die ich gegangen bin. 

Natürlich gibt es Ausnahmen:

Als ich in Irland gelebt habe, war das Geld manchmal knapp und ich hatte ein Jahr gar keinen Amp und habe auch überlebt, bei Gigs konnte ich die Verstärker vor Ort nutzen, bei einem Pub-Gig gab es für mich einmal einen batteriebetriebenen Mini-Transistorverstärker, den man am Gürtel tragen kann, der wurde stilecht auf einen Barhocker gelegt und dann per Mikrofon abgenommen! Du musst keinen teuren Röhrenverstärker haben um Spaß an der Musik zu haben, Auftritte zu spielen und das Publikum mitzunehmen, was meiner Meinung nach, das wichtigste bei einem Auftritt ist!

Wenn das Geld knapp ist, sind Modellingamps eine gute Lösung, weil sie viele Sounds und Effekte anbieten. Soundtechnisch klingen aber häufig besonders die verzerrten Sound steril, künstlich und undynamisch.

Wenn du nicht genau weißt, wie ein Delay klingt und was ein Flanger ist etc., bieten sich Modellingamps wegen des günstigeren Preises auch an, um eine Vielzahl an Effekten kennen zu lernen, ohne viel Geld für verschiedene Bodentreter auszugeben.

Manche Gitarristen mit viel Liveerfahrung entscheiden sich auch bewusst für digitale Kompaktlösungen, weil sie keine Lust auf Bandscheibenvorfälle haben, die vom Schleppen des Equipments verursacht wurden. Das kann ich gut verstehen, da gerade im Coverbereich das Publikum nur zu einem geringen Anteil darauf achtet, ob der Gitarrist einen richtigen Verstärker spielt oder nicht und unkompliziert Sounds zur Verfügung stehen, die O.K klingen.

Wie wichtig einem der Sound für das eigene Spielgefühl ist muss natürlich jeder selbst herausfinden, dieses Gefühl abzuheben und von einer Wand aus Lautstärke getragen zu werden, stellt sich bei mir aber am ehesten mit einem 100 Watt Topteil und einer 4x12 Box ein. (Ich weiß, es ist leicht das zu sagen, wenn die Backline nicht selbst transportiert werden muss.)

Wie immer ist das eigene Ausprobieren das Maß aller Dinge. Ich würde empfehlen, die digitale Lösung immer im direkten Vergleich mit einem Röhrenamp zu spielen und dann zu entscheiden. Vielleicht ist es besser noch etwas zu warten und zu sparen, vielleicht willst du aber auch direkt loslegen. Mir hat ein erfahrener Verkäufer in einem Musikgeschäft mal gesagt:" Das eine ist das Original und das andere kopiert den Sound, aber ist eine Kopie jemals so gut wie das Original?" Damals habe ich mich aus Bequemlichkeit für die Kopie entschieden, um hinterher festzustellen, dass er leider Recht hatte.  

You live, you learn ;-)


Update 2015:

Seit März 2015 spiele ich in der Kölner Kölsch-Rock-Karnevalsband Heizefeiz. Schon bei dem Vorspieltermin sorgte das für mich bereits "kleine Besteck" aus 100 Watt ENGL-Topteil und 2x12 Framus-Box für helle Begeisterung.  ;-)

Leider wurde beim Einbau der Transportrollen unter die Box das Speakerkabel abgerissen, weshalb ich auch nach intensivem 10-minutigem Gefummel keinen Sound hatte und da jeder Gitarrist eine Stunde Zeit hatte, musste ich auf den 1-Kanal 15 Watt Transistor-Verstärker wechseln, der sich glücklicherweise im Proberaum befand.

Bereits vor dem Spielen wurde ich aber darauf hingewiesen, dass im Karneval Aufbauzeiten von 3 - 5 Minuten die Regel sind!

Ein weiterer Grund sich eine Kompaktlösung zuzulegen waren meine zahlreichen Leistenbrüche, die zwar alle zusammengeflickt wurden, sich aber jedes Mal nach der Schlepperei des Equipments bemerkbar machen.

Nachdem eine Alternative sich als totaler Fehlkauf erwiesen, wenn das Gerät direkt in die P.A. gespielt wird, habe ich glücklicherweise das Fly Rig von Tech 21 in der Richie Kotzen-Version gefunden, klein handlich, leicht zu bedienen und ein richtig fetter Sound. Nach wie vor sind für mich Röhrenvertärker das Maß aller Dinge, wenn es nicht anders geht oder der Transport gescheut wird, ist das Fly Rig eine sehr gut klingende Alternative, keine Vergleich zu dem anderen Gerät, über dessen Namen und Hersteller ich gnädig den Mantel des Schweigens hüllen werde. Guter Gott, klang das direkt in die P.A. schlecht!

 


EL34 oder 6L6 Röhren?

Das ist der nächste Schritt, hierbei geht es aber nicht mehr um einen guten und einen weniger guten Klang, sondern mehr um die persönlichen Vorlieben und Soundvorstellungen.

El 34-Röhren klingen höhenbetonter, direkter in der Ansprache und rockig/rotzig, die typischen britischen Röhren, die den OLd-School Rocksound geprägt haben. Exemplarisch könnte man hier Guns'n'Roses, Led Zeppelin, Kiss und Whitesnake nennen.

6L6 - Röhren klingen meinem Empfinden nach basslastiger und etwas cremiger, produzieren aber einen Sound, der einem nicht so direkt in's Gesicht springt, wie bei den EL34. 6L6 sind die typischen kalifornischen Röhren, die besonders gerne im Nu-Metalbereich eingesetzt werden, typische Bands sind Korn und Dream Theater (ja, ich weiß die sind Prog-Metal und nicht Nu-Metal, das ist hier aber egal) ;-)  Sehr schöne Vergleichsvideos findet ihr auf Youtube. Gut finde ich beide Sounds, mein Lieblingsröhren im Moment sind die EL- 34 mit ihrem Old-School- Rocksound, viel Spaß beim Testen und Ausprobieren!!

 


 








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